„Wiederaufbau“ „mit Begeisterung“ von “freier und unbelasteter Natur“ ,„getragen von einer ganzheitlichen Philosophie, der den Kreislauf von Boden, Pflanze und Tier zur Basis hat“.

Vom „Müritzlamm“ zur Landnahme

Blühende Landschaften für freidrehendes Investieren- Übernahme, Abwicklung und Investment in Flächen, auch als Beratungsmodell 

Auf diesen Seiten werden unter anderem Eigentumsverhältnisse dargestellt, die  die Landschaft geprägt haben, so auch die Auswirkungen der nach 1945 betriebenen Landwirtschaft.
Deshalb werden die Verhältnisse im Dorf zwischen 1959 und 1989 mit Hilfe Beteiligter gerade zusammengetragen: Das kollektive Dorf.
Nach dieser Zeit folgten Privatisierungen. Akteure können dabei auch Erb- oder sonstiges Kapital anlegende Investoren sein. Landwirtschaftliche Fachkenntnisse und Erfahrungen sind dafür keine Voraussetzung.
Auch an einer anderer Stelle des Ortes wird gerade investitionstechnisch ruinierend geübt.
Alltagspraktisch lauten hier öfter gehörten Fragen:
Warum findet auf den entwässerten Flächen um das Stuerer Moor (Eigentum der Umweltstiftung) nicht mehr, wie jahrzehntelang, Weidewirtschaft statt?
Was ist aus dem berühmten Müritz-Lamm geworden?
Warum lagern und verrotten nördlich von Stuer eigentlich große Erntehalden?
Deshalb wird hier die Entwicklung einer angeblich angestrebten Produktion „auf Weiden, die rund um den Hof liegen“ abgebildet, deren Wiederaufbau getragen sei „von einer ganzheitlichen Philosophie, der den Kreislauf von Boden, Pflanze und Tier zur Basis hat“. Was erwartbar zu einer schlichten Landnahme- als Investition in Flächen und Jagdprestige geriet.
Spaßverderber bei letzterem sind inzwischen dabei Wölfe, die bekanntlich im Geländewagen herbeigeeilte Jäger zu verspeisen trachten.
In der zeitlichen Reihenfolge:
Die übernommenen Marken- Müritzlämmer wurden am Ort vor etwa 10 Jahren zur Propagierung von fernen Marketingexperten und Mentalberatern erst einmal in einer Voralpenlandschaft präsentiert:
Mecklenburgische Voralpenlandschaft
Die oben zitierte Investorenlyrik liest sich ausführlicher sich so:
Selbstdarstellung
Fürsprecher konnten gefunden werden um u.a. auch die Schönheit der Landschaft zu preisen:
Bestellte „mehr als schöne“ Werbebotschaft
Die Landschaft wäre also „mehr als schön“. Da mußte sich doch was machen lassen. Oder einfach Unsinn.
Auch die Britische Königin mußte herhalten- man war Hoflieferant, von Hof zu Hof sozusagen- konkret ins Schloß Bellevue.
Der Betriebsname wurde umbenannt zum . . . Hof am See.
Die alten Wege um den See wurden dann bald abgesperrt: MEINS !
Schritt für Schritt geriet die Landschaft in verschiedener Hinsicht zum Psychogramm.
Dann wurden etliche Hektar der „Weiden, die rund um den Hof liegen“ und auf denen die Schafe seit anderthalb Jahrzehnten „bio-geprüft“ grasten, umgebrochen.
Neben Getreide wurde dort fortan zunächst auch Gemüse angebaut.
Dafür wurde der sandige Boden zunächst mit Wunder bewirkenden „Effektiven Mikroorganismen“ beträufelt. Auch Mineraldünger kam in den Boden. Das heißt, ein bisschen.
Der Rest rottet seit etlichen Jahren in zerfallenden bigpacks am Rand des Grundstücks und auf angrenzenden Baumscheiben:„Wiederaufbau“ in "freier und unbelasteter Natur“ ,„getragen von einer ganzheitlichen Philosophie, der den Kreislauf von Boden, Pflanze und Tier zur Basis hat“.
Dann wurde zur Beförderung des Kreislaufs „von Boden, Pflanze, Tier und Mensch“ und entsprechend „ganzheitlicher Philosophie“  alles unter Unmengen von Plastikfolien und Netzen verpackt: Zeitweiser Gemüseanbau, „getragen von einer ganzheitlichen Philosophie, der den Kreislauf von Boden, Pflanze und Tier zur Basis hat“.
Etliches davon liegt nach der Einstellung dieser Übungen noch heute um angrenzende Grundstücke herum verteilt- vom Verursacher auch das gerade trotzig als Nutzung bezeichnet.
„Wiederaufbau“ „mit Begeisterung“
Auch wurde in dieser abgelegenen Gegend ein HOF-Laden aufgestellt, mit Überschrift, Fahne und Leitungsverlegungen:
Ein zeitweiser HOFladen
Baugenehmigung, ach was. Voraussehbar funktionierte das absehbar nur kurze Zeit, steht jetzt aber dort.
Weil dafür ein Parkplatz für die Kunden gebraucht würde, so war eine Erklärung, wurde eine über 200 qm Stahlbetonplatte (oben im Hintergrund) gegossen. Dafür wurden für Trester-Zufütterung der Schafe provisorisch und rückbaubar vom Vorgänger ausgelegte Betonplatten an die Seite gestapelt, wo sie bis heute stehen:
„mit Begeisterung“ in “freier und unbelasteter Natur“ betoniert
Natürlich wurde diese Platte nicht gebraucht, wofür auch:
 „mit Begeisterung“ und nutzlos in “freier und unbelasteter Natur“
Gleich daneben wurde Zusammengeschobenes aus verschiedensten Materialien verkippt:
Abgekippt und zusammengeschoben in “freier und unbelasteter Natur“
Weil für geerntetes Getreide eine Lagermöglichkeit erwünscht war, wurden zwei Silos aufgestellt, die wohl nur zwei mal aufwändig gefüllt wurden. Da stehen sie nun:
Lager- und Kompostierkulisse in “freier und unbelasteter Natur“
Weil das zeitweise geerntete Gemüse gekühlt werden sollte- nicht das Lammfleisch, die Schaf-Schlachtung war längst eingestellt worden- wurde auf einer Fundamentplatte ein ausgedienter Schiffskühlcontainer aufgestellt und holzverschalt.
Wahrend der einige Tage lief, stellte sich- welche Überraschung- ein hoher Stromverbrauch heraus. Dass er auch reichlich Geräusche abgab, betraf nur den Nachbarn, in dessen Nähe er nämlich platziert worden war. Da steht er bis heute. Baugenehmigung, ach was?
Überseekühlcontainer in “freier und unbelasteter Natur“
Allerlei gebraucht angeschafftes landwirtschaftliches Gerät wurde aufgestellt, ohne je benutzt oder ausgepackt zu werden, gern auch wenige Zentimeter vor eine fremde reparaturintensive historische Mauer:
 Sinnfreies eingerostetes Sammelgut
Länger schon ist jede Tierhaltung eingestellt, die Flächen sind ver- oder unterverpachtet, werden ausschließlich maschinell beerntet, auch jene, welche die UMWELTstifung auf den entwässerten Wiesen rund um das Stuerer Moor verpachtet. Sie sieht dafür keinen ortsnahen landwirtschaftlichen Fachmenschen vor, kenntnisreich und betriebswirtschaftlich talentiert. Jedenfalls bis vor Kurzem war der ehemals angestellte Landwirt, dann Pächter, noch weisungsabhängig, gern auch aus der Ferne.
Anfallende Ernten verrotten inzwischen seit Jahren, anscheinend unverkäuflich. Für auf mehrere große Haufen verbrachtes Material wie hier, interessierte sich immerhin kurz das Umweltamt:
Kompostierende Ernten
Folgendes, hier auch auf dem drainierten Rand des Moores (N 100), zählt nicht darunter:
Kompostierende Ernten am Moor N 100
Unübersehbar bleibt ein vergrößerter STALL-Ersatzbau – längst unnötig und mit massiven Abraum-Aufschüttungen umgeben. Möglich war er nach einem ingenieurtechnischen Reparaturdebakel, dessen Rückstände im Boden versenkt wurden.
Er ist der wuchtigste betonierte Teil eines Wiederaufbaus“, „getragen von einer ganzheitlichen Philosophie, der den Kreislauf von Boden, Pflanze, Tier und Mensch zur Basis hat.“ 
Schafstall ohne Schafe, Erntelager, verkrautende Erdwälle:
Agro-KULTUR in “freier und unbelasteter Natur“
Im Detail:
 Agro-KULTUR in “freier und unbelasteter Natur“
Was bleibt, ist die hartnäckige Flächenbeschaffung, wobei Haben müssen und Nutzen können hier erkennbar auseinander fallen. Dieser Tatendrang soll „Priorität“ haben:
 
Landeroberung durch Übernahme, Abwicklung und letztlich Immobiliensicherung als Investitionsstrategie, bedenkenlose Landschaftsbeschädigung durch Investitionsruinen inbegriffen.
 Lager- und Kompostierkulisse in “freier und unbelasteter Natur“ ,„getragen von einer ganzheitlichen Philosophie, der den Kreislauf von Boden, Pflanze und Tier zur Basis hat“
Zufällig ergab sich für den Investor für eine Übergangszeit- als einziger Kandidat – ein knapp errungenes Bürgermeisteramt. Informationszugriff auf Flächeneigentümer inbegriffen.
Die Besitzfreudigkeit des sich dann selbst so bezeichnenden erfolgreichsten Dorfbürgermeisters, gegenüber den langjährigen Vorgängern, zeigte ein markanter Moment: Es war der Versuch, als letzte Amtshandlung, einen Teil einer öffentlichen Straße, erkennbar Geräusch vermeidend, an sich selbst zu verkaufen.
Begonnen hatte diese kurze Episode mit der sprunghaften und abstimmungsfreien Installation einer psychosozial wuchtigen Visitenkarte- allerdings für das ganze Dorf! Auch die Erwachsenen.
Umfassende Kenntnisarmut ergänzte sich dabei mit sozial eingeübtem Deutungsanspruch. Das gebar dann eine putzig-aggressive Symbolik mit der Hoffnung auf  Trost und Selbstaufwertung.
Die Landschaft war vor dieser Landnahme „wirklich . . .  schön“ und wurde, auch zu Genossenschaftszeiten, ernsthaft genutzt.
Bevor sie zur Voralpenlandschaft wurde, in der ein Investor so tun kann als ob.
Landschaft vor den Selbstverwirklichungen „mit Begeisterung“ von “freier und unbelasteter Natur“
Weil diese abgebrochenen Versuche mit ihrem Missverhältnis von Aufwand und Nutzen in Selbstbetrachtung offenbar als erfolgreich gesehen werden, gibt es jetzt genau in dieser Kulisse eine
Gesellschaft mit beschränkter Haftung:
mit Briefkasten, als Beratung für „die Entwicklung und Umsetzung von Logistik- und Vertriebskonzepten . . . die Vertriebsberatung und -unterstützung, die Entwicklung und Produktion von ökologischen Produkten aus landwirtschaftlichen Rohstoffen !!!
Immerhin wird keine Beratung zu nachbarschafts- und sozialverträglicher Landnahme versprochen.
Achtung in schönen und schützenswerten Landschaften wie hier (Landschaftsschutzgebiet 41a, der Randbereich vom Naturschutzgebiet N100 und Europäisches Vogelschutzgebiet) und ihre Bewohner, denen solche Beratung droht!
Das Staatliche Amt für Landwirtschaft und Umwelt ist u.a. für die Zustandsüberwachung dieser Kulissen zuständig. Auch für Flächenprämien, EU-Beihilfen und Förderungen. Auch für Düngemitteleintrag, nicht aber für den von kleinsten Plastefolienresten aus verrottenden Folien- in “freier und unbelasteter Natur“, die „mit Begeisterung“ bearbeitet werden sollte.
In den Abteilungen zuständiger Ämter fühlt man sich zuständig ausschließlich für die Zählung von Vogel-Brutpaaren.
(Kursive Zitate aus Selbstdarstellungen der Unternehmung).